Stadt Nasice

Našice - CroMapsDer Ort Nasice wird im Jahr 1229 zum ersten Mal erwähnt. In den mittelalterlichen Dokumenten kommen verschiedene Bezeichnungen vor: Nolko, Nolche, Negke, Nexe, Nekche, Vesice und Nesice. Die weltlichen Herren von Nasice und dessen Besitztum waren Abe, David Lackovic, Ivan Korvin, Ivan und Nikola Gorjanski sowie die Iloker Fürsten Ujlaky. In kirchlicher Hinsicht waren Templer, Johanniter und Franziskaner die Gutsherren.

Nasice stand von 1532 bis 1687 unter türkischer Herrschaft. Im Jahr 1734 wird das Besitztum von Nasice von den Grafen Pejacevic gekauft, die diesen bis zum Jahr 1945 behalten. Aus der Familie Pejacevic stammen zwei kroatische Bane.

Kulturgeschichtliche Denkmäler von Nasice

Denkmäler der 0. Kategorie
• Die St. Martinskirche vom Beginn des 13. Jahrhunderts, im Stil der Spätromantik und der Frühgotik (Templer und Johanniter).
• Die Bibliothek des Franziskanerklosters mit 10 Inkunabeln.

Denkmäler der 1. Kategorie
• Die Kirche des St. Anton von Padua aus dem Jahr 1373, barockisierte Gotik
• Das alte Schlob des Grafen Pejacevic aus dem Jahr 1811, Spätbarock mit klassizistischen Elementen.
• Das neue Schlob des Grafen Marko Pejacevic aus dem Jahr 1907, Spätbarock und Klassizismus, und das kleine Schlob nach dem Vorbild des Potsdamer Schlosses Sanssouci.
• Das Mausoleum und die kleine Kapelle des Grafen Pejacevic aus dem jahre 1881, Pseudogotik von Hermann Bolle; daneben befindet sich auch das Grab der ersten kroatischen Komponistin, der Contessa Dora Pejacevic. Die Schlösser sind umgeben von einem Park mit autochthonen exotischen Baum- und Buscharten. Der Park ist ein unter Naturschutz stehendes hortikulturelles Denkmal mit einem künstlichen See aus dem Jahre 1864.

Laut Verzeichnis aus dem Jahr 1991 hat Nasice 8.235 Einwohner. Der Ort liegt im nordöstlichen Teil Kroatiens, an dem östlichsten Ausläufer des Krndija-Gebirges. Er ist der Sitz der Stadtherren. Die Stadt bietet ein reichhaltiges gesellschaftliches und kulturelles Leben. Wir empfehlen einen Besuch des heimatkundlichen Museums von Nasice.

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